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28.10.2010 | Dolce far niente
Dolce far niente – „Ich brauche jetzt nichts Bestimmtes zu tun"


Heidelberg, 21. bis 24. Oktober 2010. Der Kongress Mentale(s) Stärken bietet ein hochkarätiges Programm. Als ReferentInnen sind offenbar alle Größen versammelt, die die hypno-systemische Szene im deutschen Sprachraum und darüber hinaus zu bieten hat. Ich denke mir kurz: nur ja nichts verpassen, überall dabei sein, alles mitkriegen ...! Und bin versucht mir das volle Programm zu geben, quasi eine Überdosis Hypno.
Der erste Workshop allerdings impft mich gleich gegen diese Nebenwirkungen der Tagung ...

Die Veranstalter – Bernhard Trenkle und sein Team – haben ganze Arbeit geleistet: Spannende Workshops und Hauptvorträge, dazwischen und danach ein entspannendes Mittagsprogramm und attraktive Abendangebote. Hypno-Herz, was willst du mehr? Die Verlockung alles zu konsumieren ist groß.

Ich finde mich im ersten Workshop wieder. Matthias Mende, ein österreichischer Psychotherapeut, referiert über das Spannungsfeld von Spitzenleistungen und Gesundheit. Das Thema beschäftigt mich schon länger. Vieles ist mir – zumindest von der Theorie her – vertraut: die Zusammenhänge zwischen Aktivierungsgrad und Leistung etwa, auch die Frage, was die individuelle Verausgabung mit den eigenen Bedürfnissen zu tun hat.
Noch habe ich allerdings nicht übernasert, dass ich mich dem Thema auch ganz unmittelbar und persönlich zu stellen habe. Die Frage nach meinen Bedürfnissen rückt langsam aber sicher in den Vordergrund ...

... und wird dann auch bald beantwortet. Im Rahmen einer angeleiteten Trance ergründen wir Workshop-TeilnehmerInnen innere Räume in uns. Dann der für mich entscheidende Kraftsatz:
„Ich brauche jetzt nichts Bestimmtes zu tun.“

Mende ergänzt: „Ein Kraftsatz zeichnet sich dadurch aus, dass man jedes Wort hervorheben kann und der Satz dennoch immer funktioniert. Mit jeweils etwas anderer Bedeutung.“

Probieren Sie es doch aus:
  • Ich brauche jetzt nichts Bestimmtes zu tun.
  • Ich brauche jetzt nichts Bestimmtes zu tun.
  • Ich brauche jetzt nichts Bestimmtes zu tun.
  • Ich brauche jetzt nichts Bestimmtes zu tun.
  • Ich brauche jetzt nichts Bestimmtes zu tun.
  • Ich brauche jetzt nichts Bestimmtes zu tun.

Bei mir jedenfalls hat der Satz augenblicklich seine Wirkung entfaltet. Noch im Workshop selbst habe ich beschlossen am Kongress etwas kürzer zu treten und mich vom Anspruch alles mitzukriegen zu verabschieden. (Was – im Nachhinein betrachtet – die absolut richtige Entscheidung war.)

Zum Drüberstreuen und auch zur Bestätigung folgte an einem der nächsten Tage noch so ein einfacher Satz. Diesmal ausgesprochen von Danie Beaulieu:
„Follow your rhythm!“



Zur Abrundung etwas Werbung in eigener Sache – ein Seminartipp für Kurzentschlossene (insbesondere für BeraterInnen und Coaches): „Coaching mit Herz, Hand und Verstand. Neue Herangehensweisen für lösungsorientiertes Einzel- und Teamcoaching“ am 5. und 6. November 2010 in der Nähe von Linz – nähere Infos finden Sie hier!


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