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20.02.2010 | Whatever works
Whatever works
Nachhilfe bei Woody Allen

Was hat Woody Allen mit lösungsorientiertem Coaching zu tun? Welche wertvollen Impulse liefert uns sein Schaffen? Und wo tun wir gut daran, besser „Stop!“ oder „Aus, raus!“ zu sagen?

Nun, ich stehe auf so manche Filme von Woody Allen. Auf seine Geschichten, auf seine Charaktere mit all ihren Macken und scheinbaren „Unzulänglichkeiten“, auf die witzigen, geistreichen Monologe und Dialoge seiner Figuren. Besonders seine liebevoll-ironische Distanz zu den eigenen Fehlern und Krisen (und den seiner Figuren) hat es mir angetan. Über sich selbst schmunzeln zu können, ist wohl eine der hilfreichsten Fähigkeiten, um mit „Fehlern“, „Unzulänglichkeiten“, „Problemen“ oder „Krisen“ zurechtzukommen. Wie schon des Öfteren hier beschrieben: eine äußerst konstruktive innere Haltung für die Bewältigung größerer Herausforderungen! Wenn es im Coaching gelingt, genau diese Fertigkeit (wieder) zu entdecken und auf die aktuell belastenden Themen anzuwenden, ist schon viel erreicht.

Woody Allens letzter Films trägt den Titel „Whatever works“. Das scheint mir ein wunderbar passender Leitgedanke für lösungsorientiertes Coaching zu sein. Was auch immer du tust, Hauptsache, es wirkt. Hauptsache, es nutzt dem/r Klienten/in für seine/ihre Anliegen.

Weniger hilfreich im lösungsorientierten Coaching ist naturgemäß die selbstzerfleischende Analyse, das Grübeln „bis ins Eingemachte“. Altmeister Woody Allen führt auch dies wunderbar vor, er karikiert sich – wieder mit dieser selbstironischen Distanz – selbst. So zeigt er, dass dieses Verhalten zwar für andere amüsant und unterhaltsam sein kann, für einen selbst jedoch kaum was bringt. Ein Beispiel gefällig? „Ich bin von Zweifeln geplagt. Was, wenn alles nur Illusion ist und nichts wirklich existiert? In diesem Fall habe ich eindeutig zuviel für meinen Teppich bezahlt.“

Was uns Herr Allen noch lehrt? Vorsicht auch vor der Gefahr des Zerredens! Darüber gäbe es jetzt gaaanz viel zu sagen ... ;) Vor allem kritisch beim Beenden einer Coaching-Einheit. Doch dazu mehr beim nächsten Mal, für heute heißt es erst mal „Aus, raus!“.


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