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27.10.2009 | Coaching mit Herz, Hand und Verstand (3)
Coaching mit Herz, Hand und Verstand (Teil 3)


Wozu ein Coaching-Buch? Weshalb braucht der Buchmarkt noch eine Publikation von dieser Sorte – gibt es nicht eh schon genug davon? Diese Fragen wurden mir in letzter Zeit mehrmals gestellt. Auch von mir selbst. Was ist das Besondere an unserem Buch?
Gestatten Sie mir, aus meiner eigenen Begeisterung heraus zu antworten. Mit dem Hintergedanken, dass Sie dann die Beweggründe für das Buch nachvollziehen können.

Vor einigen Jahren lernte ich eine für mich völlig neue Art kennen, wie man Coaching-Prozesse gestalten kann. Ich war von diesen analogen, handlungsorientierten Herangehensweisen – die ich hier schon des Öfteren beschrieben habe – sogleich wie verzaubert:
  • Sehr rasch ins Tun zu kommen,
  • Systeme und Situationen großräumig aufzubauen und sie so anschaulich, also sichtbar und erlebbar zu machen,
  • mit viel Humor zu arbeiten,
  • stets in Richtungen Lösungen orientiert und dabei nicht zu fokussiert
... genau das war es! Diese Herangehensweise sprach mich auf mehreren Ebenen an: Ich fühlte mich inspiriert, mein Bewegungsdrang kam auf seine Rechnung, mein Bauchgefühl vermittelte mir Begeisterung, meine Ratio fragte intensiv nach, prüfte und wurde mehr als zufrieden gestellt.

Nach einigen Seminaren Fortbildung und Üben im Kollegenkreis begann ich, diese Methoden in der Coaching- und Beratungspraxis anzuwenden. Bald stellten sich die ersten Erfolge ein, zum Teil erstaunliche – vor allem, was das Verhältnis Aufwand zu Nutzen angeht. Nun war ich restlos überzeugt. Hierbei handelt es sich um äußerst mächtige Mittel, die – richtig eingesetzt – für die Kunden einen großen Nutzen stiften können. Ich erinnere mich an einen weisen ostasiatischen Spruch, den mir mein ehemaliger Philosophie-Professor bereits zu Gymnasiumszeiten zukommen ließ: „Wahre Macht liegt in der Fähigkeit, anderen zu dienen.“

Um es noch mal hervorzuheben – eine Sache fiel mir besonders positiv auf: das Verhältnis Aufwand zu Nutzen. Durchaus in der Tradition der kurzzeitorientierten Beratungsansätze sind viele Coaching-Prozesse schon nach nur wenigen Sessions erfolgreich beendet. Entweder ist das gewünschte Ergebnis erreicht, ein meist nachhaltiger Nutzen für den Klienten, oder es wird sehr rasch deutlich, dass aus welchem Grund auch immer nichts weitergeht.

Ebenso beeindruckend: die Nachhaltigkeit. Lösungen höherer Ordnung – nachzulesen im Artikel vom August 2009 – führen zu einer Stärkung der Lösungskompetenz weit über das aktuelle Anliegen des Klienten hinaus. Analoges Arbeiten ankert stark – und diese inneren Bilder, Sätze und Gefühle sind auch nach langer Zeit noch abrufbar und damit hilfreich.

Bei so vielen Vorteilen und positiven Erfahrungswerten sagte ich dann zu Peter Nemetschek, dem „Erfinder“ dieser Methoden: „Ich finde, das sollte kein Geheimwissen bleiben. Sondern es sollten möglichst viele professionelle Coaches, BeraterInnen und SupervisorInnen mit diesen Mitteln arbeiten können. Meines Erachtens gehört das unbedingt publiziert!“ Peter brauchte nicht lange dazu überredet zu werden, auch er hatte schon mit dem Gedanken einer Veröffentlichung gespielt. Er schlug ein gemeinsames Projekt vor.
Und so kam es, dass wir uns daran machten, ein Buch zu basteln ...
Et voilà ...!


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