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19.08.2018 | Coaching schafft Räume - zwei


Der Pippi-Langstrumpf-Effekt
 
Was hat es mit Pippi Langstrumpf, der neunmalklugen und doch sympathischen Heldin der Geschichten von Astrid Lindgren, auf sich? Was ist ihr Geheimnis? Und was lässt sich aus ihren Abenteuern fürs Coaching lernen? Dient sie uns gar als Role-Model?

Jetzt bin ich bereits mehr als 20 Jahre in der Beratung und im Coaching tätig. Da kommt man auf so manches drauf. Was früher absolut oberwichtig war, relativiert sich manchmal, und anderes tritt an seine Stelle ...

Vor etwa 15 Jahren noch hatte ich den Anspruch, dass jeder Klient, der zu mir ins Coaching kommt, mit einer klar formulierten Lösung oder zumindest einem ganz konkreten Lösungsansatz wieder rausgeht. Das stand eindeutig im Fokus. Lösungsorientierung war gleichzusetzen mit Ergebnisorientierung. Die KlientInnen waren happy, bedankten sich für die hilfreiche Unterstützung, gingen raus in ihr Feld und ...?!
Tja, was passiert, wenn man ein sehr konkretes Lösungsbild vor Augen hat? Es erweist sich oft als zu eng, es tauchen Faktoren und Einflüsse auf, mit denen man nicht gerechnet hat und die den ursprünglichen Ansatz verunmöglichen. Manchmal reicht ein leichter Gegenwind aus, und es löst sich nicht das Problem auf, sondern die Lösung selbst.

Dann die große Erkenntnis: Nicht die konkrete Lösung ist der Schlüssel zum Erfolg. Nein.
Sondern das Erreichen einer Lösungshaltung, einer konstruktiven inneren Haltung! It’s a mind thing. Auf das Mind-Set kommt es an. Die passende mentale Einstellung zu finden, den Fokus der eigenen Aufmerksamkeit so auszurichten, dass sich Erfolg (was auch immer das subjektiv heißen mag) und Wirksamkeit einstellen. Darum soll es im Coaching gehen! Das will ich meinen KlientInnen ermöglichen. Wenn Coaching das zu leisten vermag, wird es hocheffektiv, also überaus hilfreich und wirksam sein.

Ja, in diesem Sinne kann uns Pippi Langstrumpf durchaus als Role-Model dienen. Als Vorbild dafür, wie man sich eine aufregende Welt voller Abenteuer, Wunder und Freude schafft: „Ich mach mir die Welt, wie-de-wie sie mir gefällt!“ Als Hinweis darauf, wie es gelingen kann, nach vorne zu schauen und sich auf die eigenen Stärken, Chancen und Möglichkeiten zu fokussieren. Als Beispiel für Wagemut, Unverfrorenheit und die Bereitschaft, auch unkonventionelle Wege einzuschlagen. Stets garniert mit einer Prise Humor und Leichtigkeit. Dann sind selbst die schwersten Herausforderungen – wie etwa „der kleine Onkel“ – zu stemmen.

Mentale Stärke als wesentliche Voraussetzung für das Entwickeln von passenden Lösungswegen, für mutiges Auftreten, für konstruktives Nutzen der eigenen Möglichkeiten und dementsprechend wirksames Handeln.

Pippi Langstrumpf hat Training offensichtlich nicht nötig. Unsereinem tut es jedoch immer wieder gut, sich in der Mentalen Kraftkammer zu stärken. Vor allem, wenn uns die aktuellen bzw. nahenden Anforderungen unseres (Arbeits-)Alltags zusetzen ...


Mehr zur Mentalen Kraftkammer und anderen im Coaching hilfreichen Räumen im Buch „Coaching schafft Räume. Von der Mentalen Kraftkammer in die Zukunftswerkstatt – kreative Interventionen, wirksame Lösungen“, Klett-Cotta, 2017.




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